OPTICUM Hannover: Erdarbeiten für Forschungszentrum
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Mehr InformationenWer aktuell beim Wissenschaftspark Marienwerder unterwegs ist, sieht zunächst vor allem Erde, Baumaschinen und viele LKW. Was auf den ersten Blick nach einer klassischen Erdbaustelle aussieht, ist tatsächlich die Grundlage für ein außergewöhnliches Gestaltungskonzept. Unser Team schafft hier die Voraussetzungen für das neue Forschungsgebäude OPTICUM der Leibniz Universität Hannover.
Wie aus Landschaft Architektur entsteht: Erdarbeiten für das OPTICUM Hannover
Im OPTICUM – dem Optics University Center and Campus – werden künftig rund 120 Forschende verschiedener Fachrichtungen gemeinsam an den optischen Technologien der Zukunft arbeiten. Das Forschungszentrum entsteht im Wissenschaftspark Hannover-Marienwerder und soll Forschung, Entwicklung und moderne Produktionstechnologien unter einem Dach vereinen.
Besonders ist dabei nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch seine Einbindung in die Umgebung. Das Gelände wird so modelliert, dass später ein Weg über das Gebäude geführt werden kann. Dadurch entsteht der Eindruck, als würde das Bauwerk direkt aus der Landschaft herauswachsen. Genau für diese besondere Gestaltung führen wir derzeit umfangreiche Erdarbeiten durch. Dafür bewegen wir beeindruckende Mengen Material. Insgesamt werden rund 7.000 Kubikmeter Füllboden eingebaut. Das entspricht etwa 12.000 Tonnen Material. An einzelnen Tagen wurden dafür bis zu 1.500 Tonnen Boden angeliefert und verarbeitet. Teilweise rollten zwischen 30 und 60 LKW pro Tag auf die Baustelle. Im Fünf-Minuten-Takt trafen neue Lieferungen ein, die von unserem Team koordiniert, eingebaut und verdichtet werden mussten. Gerade diese logistische Leistung macht das Projekt besonders. Denn damit die Arbeiten reibungslos funktionieren, muss jeder Handgriff sitzen.
Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch nicht nur in den Mengen, sondern auch in der Bauweise. Das Gelände wird Stück für Stück modelliert, damit später ein Weg über das Gebäude geführt werden kann. So entsteht der Eindruck, als würde das Bauwerk direkt aus der Landschaft herauswachsen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Boden schichtweise eingebaut und verdichtet. Jede Lage darf dabei eine bestimmte Stärke nicht überschreiten, damit die spätere Konstruktion dauerhaft stabil bleibt und nichts absackt.
Parallel zu den Erdarbeiten entstehen wichtige Bauteile der technischen Infrastruktur. Für die Entwässerung der Dachflächen wurden zwei Kunststoffrigolen eingebaut. Zusätzlich setzte unser Team vier Betonschächte mit Tiefen von bis zu fünf Metern. Über ein abgestimmtes System aus Schächten, Leitungen und Rigolen kann das anfallende Regenwasser aufgenommen werden und kontrolliert auf dem Grundstück versickern. Ergänzt wurde die Maßnahme durch Kabelschächte und die Verlegung der erforderlichen Elektroleitungen.
Auf der Baustelle kommen dabei unterschiedliche Maschinen zum Einsatz. Mit dem Radlader wird das Material auf die erforderlichen Höhen transportiert. Bagger und Mobilgeräte übernehmen das Planieren und den lagenweisen Einbau. Für die Verdichtung kommen ferngesteuerte Walzen, Flächenrüttler und spezielle Geräte für Randbereiche zum Einsatz. Das Zusammenspiel aus moderner Technik, eingespielten Abläufen und erfahrenen Mitarbeitenden macht es möglich, solche Materialmengen in kurzer Zeit präzise zu verarbeiten.Besonders spannend ist für unser Team, wie sich das Projekt Schritt für Schritt entwickelt. Aktuell stehen die Erdarbeiten im Mittelpunkt. In den kommenden Bauphasen wird daraus jedoch eine außergewöhnliche Gesamtarchitektur entstehen, bei der Landschaft und Gebäude miteinander verschmelzen. Schon heute lässt sich erahnen, welches besondere Erscheinungsbild hier einmal entstehen wird.
Mehr als Pflanzen und Wege
Solche Projekte zeigen, wie vielfältig Landschaftsbau sein kann. Es geht nicht nur um Pflanzen, Wege oder Grünflächen. Oft beginnt alles mit einer präzisen Planung, großen Materialbewegungen und einer Mannschaft, die gemeinsam anpackt. Genau darauf sind wir als Kretschmer Family besonders stolz. Um uns zukünftig tatkräftig zu unterstützen, kannst auch du Teil unseres Teams werden.